Gyde Callesen

Kaleidoskop

 

"Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen."

Friedrich Dürrenmatt

Fotografie

Naturportraits, Makroaufnahmen, Körperlandschaften, Langzeitbelichtungen

Fotografieren ist dem Gedichteschreiben sehr ähnlich. Ein Foto verdichtet die Welt in einem Bild. So wie jedes Wort in einem Gedicht wichtig ist, so ist in einem Foto entscheidend, was man weglässt, was man an welcher Stelle abbildet. Fotos und Gedichte verlangen in dem Moment ihrer Entstehung wie auch in dem Moment ihrer Rezeption absolute Aufmerksamkeit für den Augenblick. Zu schreiben heißt genau wahrzunehmen, fotografieren ebenso. Das Vertraute fremd machen, das Fremde vertraut, andere Perspektiven finden für das Gewohnte.
Gedichte und Fotos leben von dem Ungesagten, dem Ungezeigten, von dem was zwischen den Zeilen steht, mit Gedichten und Fotos können Zwischenräume geschaffen werden. In diesen Zwischenräumen spürt man, was Poesie oder Magie genannt wird. Es ist die Kraft der Konzentration auf einen Moment, des Flüchtigen, das seine Spuren hinterlassen hat, ohne gebannt worden zu sein
Gyde Callesen beschäftigt sich seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr mit der Fotografie. In Zusammenarbeit mit einem Fotografen aus Hannover hat sie sich besonders intensiv mit der Geschichte der Fotografie und ihren Möglichkeiten und Grenzen auseinandergesetzt. Einige Ergebnisse sind hier zu sehen.

ACHTUNG: Alle hier abgebildeten Fotografien sind urheberrechtlich geschützt. Jede Weiterverwendung und anderweitige Nutzung bedürfen der Genehmigung von Gyde Callesen.

Die folgenden Fotos sind alle mit einer analogen Spiegelreflexkamera aufgenommen. Es sind keine digitalen Nachbearbeitungen.